Greifreflex

Der Reflex wird ausgelöst, wenn das Kind etwas in die Hand bekommt und sie schließt.

Erläuterungen Greifreflex

Der Reflex beeinflusst die Entwicklung der Grobmotorik der Hand. Er bereitet die Unterscheidung zwischen rechter und linker Seite vor sowie die Hand-Mund- und Hand-Fuß-Koordination. Durch die Koordination von oberer und unterer Körperbewegung wird die Zentrierung ausgebildet. Der Greifreflex arbeitet immer mit dem Klimmzugreflex zusammen, der später in den Greifreflex integriert wird.

Bei nicht voll integriertem Reflex können folgende Auffälligkeiten auftreten:

  • Die Entwicklung der Seitigkeit ist verlangsamt.
  • Die Hand-Augen-Koordination bleibt unsicher.
  • Die Hand-Fuß-Koordination bleibt ebenfalls unsicher.
  • Feinmotorische Probleme können in Folge auftreten.
  • Die Grobmotorik der Hände bleibt undifferenziert.
  • Eine verkrampfte Stifthaltung, starkes Aufdrücken des Stiftes beim Malen und Schreiben, schnelle Ermüdung beim Schreiben führen zu Unlust und Verweigerung.
  • Mitbewegung des Mundes und der Zunge während des Schreibens sind beobachtbar.
  • Eine undeutliche Artikulation ist häufig zu hören.

Entstehung: 11. Woche intrauterin
Dauer: Von Geburt bis zum 1. Lebensjahr aktiv
Integration: Ende des 1. Lebensjahres